Battlestar Galactica (2003)
Als ich das erste mal davon gehört habe, dass man plant die Serie Kampfstern Galactica zu remaken war ich ehrlich gesagt reserviert. Zwar bot die Serie für damalige Verhältnisse einen beinahe epochalen Storyarc, gleichzeitig war die Serie aber unglaublich campy und war für mich zwar als Kind, aber jetzt sicherlich nicht mehr wirklich interessant.
Ich war also sehr überrascht, als 2003 plötzlich dieses “Anti-Star Trek” sein Debut feierte. Die Serie besticht durch ein realistisches Setting (sofern dies bei Sci-Fi überhaupt sein kann) und interessante Charaktere. Auch die unruhige und beinahe dokumentarische Kameraführung hat mich als The Shield Fan absolut angesprochen. Mir gefiel auch, dass man sich für die Einführung drei Stunden Zeit genommen hat (was immerhin der Länge von vier Episoden entspricht). Nicht zuletzt die ungewöhnlichen SFX haben mich dann letztlich überzeugt.
Die Bildqualität ist unter den gegebenen Umständen gut. Durch die grobe Körnung ist das Bild nie 100%ig scharf, aber die Disc bildet das gefilmte Material wohl originalgetreu ab. Schön, dass man eigentlich keine Blockbildung sehen kann. Die DVD war ja teilweise nur noch ein wabernder Matsch.
8/10
33
Die Episode spielt direkt nach der Miniserie und zeigt und direkt in welche Richtung die Serie gehen würde, die menschlichen Abgründe. Während die Zylonen genau alle 33 Minuten zum Standort der Flotte springen bleibt den überlebenden keine Zeit zum Ausruhen oder gar Schlaf. Nach fünf Tagen sind alle mit den Nerven am Ende…
Bildtechnisch kann die Serie keinesfalls mit der Miniserie mithalten. Zwar ist das Bild nicht mehr so grobkörnig (wobei das je nach Szene anhängig ist, da das Grain als Stilmittel künstlich eingefügt wurde), leider ist es aber auch zu keinem Zeitpunkt mehr so scharf wie in der Miniserie. Im Grunde ein typisches HD-Cam Bild, von dem man weiß das es vielleicht doch besser gewesen wäre 35mm zu benutzen.
9/10
Water
Misstrauen, Paranoia, das sind die Hauptbestandteile welche die erste Staffel ausmachen und leider in den späteren Staffeln aufgrund des Bekanntwerden der Zylonen Modelle leider nicht mehr so fortgesetzt wird. Schade fand ich nur, dass man die Sache mit Sharon bereits in der Miniserie aufgeklärt hat, sonst hätte es sogar funktioniert das man nie weiß, ob sie jetzt wirklich ein Sleeper Agent ist oder hereingelegt wird. Gut fand ich aber auch, dass bereits früh in der Serie die Rohstoffknappheit eingeführt wird. In der Originalserie hatte man ja immer irgendwie alles.
8/10
Bastille Day
Merkwürdig fand ich es schon, dass Richard Hatch in der Serie mitspielt von der er selbst noch behauptet hat, dass sie doch nur eine schlechte Version des Originals sei. Vielleicht war es das Geld oder er hat sich einfach nur einmal die Miniserie wirklich angeschaut, aber hier ist er, Tom Zarek. Und ehrlich gesagt hat er mich hier wirklich beeindruckt, da er in der Originalserie doch eher blass wirkte und hier doch mal ein wenig zeigen kann, dass er was drauf hat.
Toll inszenierte Geiselnahme-Folge, und die Prämisse Apollo vs. Apollo hat schon irgendwie gezogen
10/10
Acts of Contrition
Irgendwie hängt es von meiner Tagesform ab wie ich diese Folge finde, IMHO ist es jedoch die schlechteste aus der ersten Staffel. Das sagt allerdings ziemlich viel über die Qualität der Serie wenn man bedenkt, wie hoch ich die Folge immer noch bewerten kann. Man könnte die Folge zusammenfassen mit Schuld und Sühne, und einem Autoren der es dem Studio mal zeigen wollte was passiert wenn man ihn damit nervt, doch mal eine Geburtstagsfeier oder Jubiläum zu zeigen.
7/10